Eine „Tafel“ für Großeltern

Kita „Marienkäfer“ hatte eingeladen und Omas und Opas kamen Nicht wie im Film, zum „Frühstück bei Tiffany“, in New York, sondern zu ebensolchem in die Kindertagesstätte der besonderen Art, bei den „Marienkäfern“ in Kevelaer, war eine ganze Schar Omas und Opas von ihren Enkelkindern eingeladen worden. „Großeltern-Frühstück“ stand auf dem Programm. Doch mit dieser Bezeichnung des schon zur Tradition gewordenen Treffens von ganz jung bis älter, hatte die Kita-Leiterin Beate Kaus mit ihrem Team ganz gehörig tief gestapelt, denn es gab ein volles, oder präziser gesagt, tolles Programm, das über ein gemeinsames Frühstück weit hinausging. Aufgeführt wurde es von den zweibeinigen „Mini-Marienkäfern“ und deren Erzieherinnen der gleichnamigen Kevelaerer Kita.

Grosselternfrühstück 2009

Grosselternfrühstück 2009

Dass dieser Tag im Leben von Kindern und Großeltern ein ganz besonderer sein würde, konnte man bereits von Weitem förmlich riechen, denn schon an der Haustüre duftete es an diesem Morgen nach frischem Kaffee. Doch vor dem Frühstück hatten die Organisatoren der fröhlichen Fete zunächst spielerische Aspekte in Szene gesetzt. Der Garten der Kindertagesstätte war zum Podium, ja, zur Freilichtbühne für die kleinen Krabbelwesen umfunktioniert worden., die hier Gelegenheit hatten, sich selbst darzustellen. In schwarz gepunkteten, flatternden roten Umhängen, schwirrten die Mädchen und Jungen umher, sangen und tanzten in anmutigem Reigen. Ein von den Erzieherinnen und den Kindern improvisiertes „Orchester“ mit Chor gab es auch. Mit phantasievoll zusammengestellten Instrumenten (Stöcke, Blechdosen und was man sonst noch zum Musik machen nutzen kann), erfreuten die Kinder Omas und Opas gleichermaßen.

Die Kevelaerer Kita „Marienkäfer“ erhielt jedenfalls zahlreiche neue Fans. Mütter und Väter der Kinder wissen längst, was sie an dieser Einrichtung schätzen. Solche Erfahrung machten jetzt auch wieder die Großeltern, und der Schreiber dieser kleinen Story hörte, wie eine Oma ihre „bessere Hälfte“ sanft aber begeistert in die Seite stieß und fragte: „Nun sag doch mal ehrlich, da möchte man doch auch noch mal son Dröppken sein und in den Kindergarten gehen ?“. Der Mann nickte bestätigend mit dem Kopf und meinte: “Ja, da hast du Recht…“.

Wie es sich für so ein kombiniertes Freiluft-drinnen-Treffen gehört, machte auch die Frühlingssonne gute Miene zum fröhlichen Spiel, nach dessen Ende angekündigtes Frühstück folgte. Neben diversen Getränken wurden mit Lachs, Käse, Schinken und anderem Aufschnitt opulent belegte Brötchen gereicht. Für jeden Gaumen war also das Richtige dabei. Schnell fanden die Erwachsenen hier auch Gelegenheit miteinander in Kontakt zu kommen, Gespräche anzuknüpfen und zu hinterfragen: „Weißt du noch, damals…?“. Aber auch in die Zukunft wurde geschaut, und das nicht ohne Eigennutz, wäre es doch schön, wenn es im nächsten Jahr wieder ein Großeltern-Frühstück gibt, so die einhellige Meinung.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.