Erfahrungsbericht: Kita mit 2 Jahren

Ein bisschen komisch war mir schon zumute als ich im April letzten Jahres erfuhr, dass ein Kita-Platz für meinen kleinen Sohnemann frei sein würde.

Mit gerade mal 2 Jahren!!!

Klar hatte ich darüber nachgedacht wie es wäre wieder ein paar Stunden arbeiten zu gehen und mein Kleiner wäre gut und sicher in einer Kindertagesstätte aufgehoben, aber als es dann soweit war, bin ich doch sehr verunsichert aus dem Büro der Kita marschiert.

Kann das gut sein für so einen kleinen Menschen: So viel Zeit ohne Mama?

Kann er sich da einfinden zwischen all den Kindern, die viel älter sind als er? Bekommt die Kita das auf die Reihe?

Fragen über Fragen über Fragen …

Hinzu kamen die Bemerkungen anderer Mütter: „ob ich nicht noch warten könnte mit arbeiten“, „ob der Kleine denn da nicht unterginge“, „dafür hätte man doch keine Kinder bekommen um sie gleich wieder abzugeben“ und so weiter und so weiter und so weiter.

Als ich dann erfuhr, dass noch ein weiterer 2-jähriger Junge aufgenommen wird habe ich den Schritt gewagt.

Und ich hätte niemals gedacht, dass es so einfach sein würde.

Mein kleiner, kleiner Sohn hat noch nicht einmal große Abschiedstränen geweint!! Im Gegenteil, er fand die anderen Kinder super.

Nach einer einmonatigen Eingewöhnungsphase – die wohl ehr mir zuliebe so lange gedauert hat – bin ich ganz beruhigt und entspannt wieder angefangen zu arbeiten.

Ich wusste mein Sohn fühlt sich wohl dort. Er hatte eine Erzieherin als besonderen Ansprechpartner, die sich in der Anfangsphase besonders gekümmert hat.

Er hatte ein Kindergarten-Schmusetier ausgesucht (damit wir das wirklich wichtige Schmusetier dort nicht immer vergessen !!!) und ein Bett bekommen, konnte seinen gewohnten Mittagsschlaf halten und hat seit dem so verdammt viel gelernt, was man als Mutter alleine zuhause nicht leisten kann.

Mittlerweile ist er 2½ Jahre halt, isst mit Messer und Gabel als wenn er nie etwas anderes getan hätte, hat gelernt aufzuräumen und sich an- und auszuziehen (natürlich noch mit Hilfe, aber die Fortschritte sind unverkennbar.

Gemeinsam mit seinem neuen Freund – dem anderen 2-Jährigen – hat er sich irgendwie gegen die „Großen“ stark gemacht. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team, dass alle oftmals zum lachen bringt.

Aber vor allem ist mein Kleiner sehr selbstbewusst geworden. Ich denke, das Selbstvertrauen welches in einer Kindergartengruppe vermittelt wird, ist nicht zu unterschätzen, auch für die älteren Kinder nicht, die in vielen Situationen sehr viel rücksichtsvoller und hilfsbereiter reagieren müssen.

Ich jedenfalls kann allen Müttern die ihre Kinder mit 2 Jahren in eine Kita geben möchten nur ermuntern dies auch zu tun, es ist alles halb so wild, wenn man selbst ein gutes Gefühl bei der Kita und den Erzieherinnen hat.

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